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Team-Europameisterschaften Herren 2006

in Griechenland kann doch Stimmung sein

Hier ein Video-Clip

Endlich war es soweit. Erstmals wurde ich für einen Thomas Cup nominiert und endlich hatte ich auch selbst die Gelegenheit die einzigartige Stimmung im Team zu erleben. Man kann so ein Turnier einfach nicht mit den individuellen Turnieren vergleichen. Aber die Bilder sprechen ja auch für sich. Wir waren, ohne jetzt groß zu übertreiben, mit Abstand das best- ausgerüstete Team und demzufolge auch mit Abstand das lauteste. Sobald die Deutsche Mannschaft  in die Halle einmarschierte, konnte man nicht mehr viel von den anderen Teams hören. Alle Augen der nicht wirklich vielen Zuschauer fielen sofort beim Einmarsch auf uns. Dies ist u.a. auf das zuvor gekaufte Megafon zurückzuführen. Sobald der erste Mann die Halle betrat, spielten wir damit einen Sirenen-Ton ab, der einfach unglaublich laut war  und mit einer Feuerwehr-Sirene vergleichbar ist. Dies wurde dann auch schon am zweiten Tag unser Markenzeichen. Jeder wusste, dass beim Abspielen dieser Sirene die Deutsche Mannschaft nicht weit entfernt sein konnte. Bei den eigentlichen Spielen wurde unsere Fan-Kurve mit Marcels Trommelkünsten, meinen vorher bestellten Gebirgsfanfaren sowie weiteren Triller-Pfeifen und natürlich dem Megafon unterstützt. Dabei wurden ständig auflockernde Lieder gesungen. Unsere Favoriten waren dabei: "schalalalalala, schwarz rot gold ein Leben lang, wir holen den Pokal". Unsere Damen hingegen waren diesbezüglich schon deutlich professioneller vorbereitet und besaßen dabei ein weitaus größeres Repertoire an Gesängen. Wir konzentrierten uns dabei eher auf die Lautstärke - mit dem Gedanken, einfach alle gegnerischen Gesangseinlagen zu übertönen. Und dies gelang uns durchaus effektiv. Zusätzlich sorgte ein simpler Handyklingelton, den wir vor das Megafon hielten, für große Stimmung in der Halle. Sogar andere Nationen fingen an nach diesem Ton zu tanzen.

Es war also alles in allem eine super spaßige Woche, an die man sich noch lange erinnern wird. Glücklicherweise wurden zahlreiche Fotos und Videoclips gemacht, die unser Biomechaniker (Hanno Felder) zu einer DVD zusammenfassen wird.

Das Hauptziel - Qualifizierung beider Mannschaften für die Endrunde im Mai 06 in Tokio - wurde erreicht. Und gerade das Herrenteam kann damit mehr als zufrieden sein, da die Viertel- und Halbfinalgegner (Polen und die Niederlande) nur sehr schwer zu schlagen waren.

Alles in allem freuen wir uns jetzt natürlich riesig auf Tokio. Die ersten Planungen zum Thema Ausrüstung sind am laufen. Dort werden wir versuchen, mit mehreren Megafonen, die MP3-fähig sind und die mit zahlreichen Hymnen ausgestattet sind, die japanischen Zuschauer auf unsere Seite zu ziehen - und das werden dann dort mit Sicherheit mehr werden als nur ein paar Schulklassen, wie in Griechenland.

Fotos

1. Spieltag 14.2.2006: Deutschland - Weißrussland 5:0                   1.E: Björn Joppien - Andrei Maliytsin 21:19 21:12
2.E: Roman Spitko - Yury Sakolin 21:10 21:8
3.E: Marcel Reuter - Yagheni Yakauchuk 21:8 21:10
1.D: Roman Spitko & Michael Fuchs - Maliytsin & Konakh 21:19 21:13
2.D: Tim Dettmann & Ingo Kindervater - Sakolin & Yakauchuk 21:5 21:10

2. Spieltag 15.2.2006 Deutschland - Portugal 5:0
1.E: Björn Joppien - Alexandre Paixao 21:13 21:5
2.E: Conrad Hückstädt - Marco Vasconcelos 21:16 21:11
3.E: Roman Spitko - Pedro Martins 21:14 21:14
1.D: Kristof Hopp & Ingo Kindervater - Paixao&Vasconcelos 21:17 21:12
2.D: Michael Fuchs & Tim Dettmann - Fernandes & Gil Martins 21:6 21:8

3. Spieltag 16.2.2006 16 Uhr MEZ: Deutschland - Finnland 4:1
1.E: Björn Joppien - Ville Lang 21:16 21:19
1.D: Kristof Hopp & Ingo Kindervater - Hyyrylainen & Vikman 21:16 21:8
2.E: Conrad Hückstädt - Markus Heikkinen 19:21 21:14 22:24
2.D: Tim Dettmann & Michael Fuchs - Viitikko & Karhula 22:20 21:16
3.E: Roman Spitko  - Markus Rouvinen 21:16 21:10.

Viertelfinale: Fr 17.2.2006 15 Uhr MEZ: Deutschland - Polen 3:2
1.E: Björn Joppien - Przemyslaw Wacha 21:17 13:21 16:21 
2.E: Conrad Hückstädt - Rafal Hawel 23:25 21:7 21:6 
3.E: Roman Spitko - Adam Cwalina 21:11 21:11 
1.D: K. Hopp & Kindervater -Logosz & Mateusiak 21:17 14:21 19:21 
2.D: Michael Fuchs & Roman Spitko -Hawel & Wacha 21:15 22:24 21:14
Eine ganz enge Kiste. Mit Abstand das spannendste Spiel bisher. Trotz neuer Zählweise dauerte das Match insgesamt 4:40 Stunden

Halbfinale:
Sa 18.2.2006 15 Uhr MEZ: Deutschland - Niederlande 3:1
1.E: Björn Joppien - Dicky Palyama 22:20 19:21 21:19 
2.E: Conrad Hückstädt - Eric Pang 16:21 19:21 
3.E: Roman Spitko - Rune Massing 21:12 21:18 
1.D: Kristof Hopp & Kindervater - Wouters & Ridder 17:21 21:9 21:12 
2.D: Michael Fuchs & Roman Spitko - Dicky Palyama & Eric Pang
Die Herren haben also bereits vorzeitig die Qualifikation für die Thomas-Cup-Endrunde geschafft - obwohl sie eigentlich im Vergleich zu unseren Damen eine nicht so günstig eingeschätzte Ausgangsposition hatten. Großer Respekt: Sie haben zwei schwierige Spiele gegen Polen und die Niederlande gewonnen. DBV-Sportdirektor Martin Kranitz: "Ein denkwürdiger Tag heute. Siebeneinhalb Stunden lang war das deutsch-holländische Duell hier in Thessaloniki. Eine Top-Leistung von allen. Fight bis zum Anschlag. Die neue Zählweise macht den Ausgang der Spiele unberechenbarer." 

 EM-Endspiel Herrenteams:
So 19.2.2006 15 Uhr MEZ: Deutschland - Dänemark 0:3
1.E: Björn Joppien - Peter Gade 21:17 15:21 10:21
1.D: Kristof Hopp & I. Kindervater - Eriksen & Lundgaard 16:21 21:23 
2.D: Roman Spitko - Kenneth Jonassen 11:21 15:21 
2.D: Tim Dettmann & Michael Fuchs - C. Mogensen & Mathias Boe
3.E: Marcel Reuter - Joachim Persson